dr. guertner
Dr. med. Irmi Gürtner
Fachärztin für Chirurgie

 

Diagnose eines Leistenbruches:
Der Provokationstest (Husten oder Pressen) und die Sonographie, beide Untersuchungen erfolgen im Stehen und Liegen, sind die wesentlichen Entscheidungskriterien zum Nachweis eines Leistenbruches und zur Beurteilung des Stadiums (Größe, Verwachsungen, Darmnachweis, Reponibilität des Darmes) wesentlich. CT oder MRT sind als flankierende Maßnahme zum Ausschluss anderer Erkrankungen (Tumor, Lymphom etc.) zu sehen. Das Symptom Schmerz spielt eine wesentliche Rolle für die Dringlichkeit der Operation, daher wird differenziert zwischen asymptomatischer Leistenhernie und symptomatischer Leistenhernie.

Mehr Informationen über die Diagnosekriterien erfahren Sie hier.

OP-Verfahren Sublay-Technik:
Die Sublay-Technik ist ein offenes OP-Verfahren mit Implantation eines teilresorbierbaren Netzes, das über einen minimal invasiven Zugang auf die tiefe Fascia transversalis eingenäht wird. Der spannungsfreie Verschluss ist das wesentliche Prinzip dieses Verfahrens, das zunächst für Rezidiv-Hernien entwickelt wurde, und bei mir bei fast jeder Leistenbruch Operation bereits primär eingesetzt wird. Der große Vorteil der Sublay-Technik mit Netzverstärkung, ist die sofortige volle Belastbarkeit für den Patienten. Die Patienten laufen bereits problemlos am OP-Tag, auch das Treppensteigen ist möglich. Die Belastung wird durch das Netz abgefangen, dessen Verankerung durch eine fortlaufende Nahttechnik, die ebenfalls spannungsreduzierend wirkt, gesichert ist. Ästhetisch liegt der Hautschnitt tief inguinal (2-3cm unter der Bikiniline, in der Länge ca. 5cm) in der Hautfalte und wird über eine Intracutan-Naht (plastisch chirurgisches Naht-Verfahen) verschlossen. Dies führt dazu, dass die Narbe kaum ersichtlich ist und ein schönes kosmetisches Ergebnis erreicht wird.

Hier finden Sie mehr Informationen zum OP-Verfahren


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